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SUMMARY:Lena Gorelik und Iris Wolff
DESCRIPTION:Lena Gorelik © Charlotte Troll\n„Abends mit dem Nachtzug nach Stuttgart. Man durfte im Ausreiseantrag ein Bundesland angeben\, in das man am liebsten möchte. Mein Vater hatte meinen Schulatlas gewälzt\, es gab nicht viele Informationsquellen über den Westen. Hier\, in Baden-Württemberg\, wird Wein angebaut\, da kann es so schlecht nicht sein.“ Aus: Lena Gorelik\,„Wer wir sind“\, Rowohlt Verlag\, 2021. \nSankt Petersburg/Ludwigsburg 1992. Ein Mädchen reist mit den Eltern\, der Großmutter und ihrem Bruder nach Deutschland aus\, in die Freiheit. Was sie dafür zurücklässt\, sind ihre geliebte Hündin Asta\, die Märchen-Telefonnummer und fast alles\, was sie mit Djeduschka\, Opa\, verbindet – letztlich ihre Kindheit. Im Westen merkt die Elfjährige\, dass sie jetzt eine andere und «die Fremde» ist. Ein Flüchtlingskind im selbstgeschneiderten Parka\, das die Wörter so komisch ausspricht\, dass andere lachen. Auch für die Eltern ist es schwer\, im Sehnsuchtswesten wächst ihre russische Nostalgie; und die stolze Großmutter\, die mal einen Betrieb leitete\, ist hier einfach eine alte Frau ohne Sprache.\nIm Alter von 11 Jahren kam Lena Gorelik 1992 nach Ludwigsburg. Ihr Roman «Hochzeit in Jerusalem» (2007) war für den Deutschen Buchpreis nominiert\, der viel­gelobte Roman «Mehr Schwarz als Lila» (2017) für den Deutschen Jugendbuchpreis. Regel­mäßig schreibt Lena Gorelik Beiträge zu gesellschaftlichen Themen\, u.a. für die «Süddeutsche Zeitung» oder «Die Zeit». \nIris Wolff © Annette Hauschild(Ostkreuz)\nAus einer anderen Welt kam auch Iris Wolff\, 1977 in Hermannstadt\, Siebenbürgen\, geboren. Sie  immigrierte in einem ähnlichen Alter wie Lena Gorelik bereits 1985 nach Deutschland. Nach dem Studium der Germanistik\, Religionswissenschaft und Grafik & Malerei in Marburg an der Lahn war sie langjährige Mitarbeiterin des Deutschen Literaturarchivs Marbach und Dozentin für Kunst- und Kulturvermittlung\, später arbeitete sie am Kulturamt in Freiburg\, wo sie heute als freie Autorin auch lebt.\nIhr  vielfach ausgezeichneter Roman „Die Unschärfe der Welt“ erschien im Verlag Klett-Cotta\, Stuttgart. Im Roman verbinden sich die Lebenswege von sieben Personen\, sieben Wahlverwandten\, die sich trotz Schicksalsschlägen und räumlichen Distanzen unaufhörlich aufeinander zubewegen. So entsteht vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks und der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein Roman über Freundschaft und das\, was wir bereit sind\, für das Glück eines anderen aufzugeben.\nIn ihrem Roman „So tun als ob es regnet“\, veröffentlicht im Otto Müller Verlag\, Salzburg\, flicht sie ein Band der Generationen\, eine Arbeitsweise\, die sie auch in der „Unschärfe“ wieder aufgegriffen hat. Über ihn notierte Denis Scheck: „Viel vom poetischen Charme dieses Romans erklärt sich aus dem traumsicheren Sprachgefühl und guten Auge der Autorin für sprechende Momente und Details.“ \nCaroline Grafe stellt die beiden Autor:innen vor und lotet Gemeinsamkeiten und Gegensätze aus. \nDiese Veranstaltung kann als Einzellesung (Eintritt: 9\,-/7\,- erm.) besucht werden oder mit einem Tagesticket für die ganztägige Veranstaltung „Paarlauf übers Land“ (29\,-/25\,- erm.).
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