Kanalstraße 4 - Das Stipendiatenblog des Stuttgarter Schriftstellerhauses

Die Atmosphäre war faszinierend: In einer großen Stadt leben und gleichzeitig sehr geborgen sein in dem alten Haus. Man konnte losziehen und war dennoch beschützt.

— José F. A. Oliver, Stipendiat 1988

Schreibwochen sind die besten.

Meine Woche: Gedichte. Gedichte. Gedichte. Gibt es etwas Schöneres? Nein. Gedichte meiner Nachfolgerin hier gelesen. Also, ich lese sie immer noch. Oft. Das ist doch das Tolle an Gedichten. Man kann sich von ihnen durch den Tag tragen lassen. Gedichte geschrieben. Gedichte vorgelesen. Schwebe also so zwischen Worten herum und lasse mich zwischendurch ein wenig durch die Stadt treiben. War das erste Mal in der Stadtbibliothek. Traue mich nicht wieder hinzugehen, weil ich Angst habe, nicht mehr raus zu kommen. Ruft Erinnerungen wach. Als Kind habe ich die ganze Kinderbücherei bei uns in der Stadt ausgelesen. Im Urlaub immer eine volle Bücherkiste. Ein Buch pro Tag, so hatte ich mir das ausgerechnet. Ich wünschte manchmal, ich hätte damals schon Listen geführt über mein Leseverhalten. Meine Wochenendlektüre wird übrigens der neue Band von Michelle Steinbeck. Wunderbare Aussichten.

Katharina J. Ferner

Katharina J. Ferner

Katharina J. Ferner wurde 1991 in Salzburg geboren. Sie lebt und schreibt in Wien und Salzburg. BA in Slawistik (Russisch). Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift &Radieschen, sowie der österreichischen Dialektzeitschrift „Morgenschtean“. Mitbetreuung des ADIDO (Anno-Dialekt-Donnerstag) in Wien. 2015 Erscheinen des Debütromans „Wie Anatolij Petrowitsch Moskau den Rücken kehrte und beinahe eine Revolution auslöste“ im Verlag Wortreich. (Autorenfoto: Mark Prohaska)
Katharina J. Ferner

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