Ach du Kanalstraße vier, was tät ich ohne dir!

— Armin Ayren
Aktuelles

Bewerbung für Stipendien 2019

Am 15. August sollte die Bewerbung für ein Aufenthaltsstipendium im Stuttgarter Schriftstellerhaus eingegangen sein.

Es gibt eine entscheidende Neuerung, denn dank des Erbes von unserer verstorbenen Ehrenvorsitzenden Dr. Ruth Theil sind wir in der Lage, neben zwei Stipendien für Prosa oder dramatisches Schreiben ein drittes für Lyriker auszuloben, das mit 5000 Euro auch höher dotiert ist als die anderen beiden Stipendien. Es war der ausdrückliche Wunsch von Frau Dr. Ruth Theil, dass wir das uns zugesprochene Erbe für die Förderung von Lyrik einsetzen. Das erste Lyrikstipendium im nächsten Jahr ist ein Schritt in diese Richtung.

Wir freuen uns auf tolle Bewerbungen!

Aktuelles

Ein ungewöhnlich vielseitiger Sprachspieler – Günter Guben zum 80. Geburtstag

Günter Guben © Ania Hatlas

Günter Guben © Ania Hatlas

Lyriker und Erzähler, Maler und Fotograf, Regisseur und Moderator – die künstlerischen Tätigkeiten Günter Gubens ließen sich noch um weitere Bereiche vermehren. So war er von 1966 bis 1969 Redakteur der von Horst Bingel herausgegebenen legendären „Streit-Zeit-Schrift“, war sechs Jahre lang bis 2010 Vorsitzender des Vereins Stuttgarter Schriftstellerhaus und hat ganz nebenbei zwei kleine Literaturverlage betrieben. Auf vielen Feldern ist Guben tätig gewesen und trat dabei von Anfang an als der lustvolle homo ludens auf, der er von Natur aus ist. Jetzt wird der vielseitige Künstler 80 Jahre alt, lebensfroh und humorvoll wie nur je.

Wenn Günter Guben öffentlich in Erscheinung tritt, etwa bei Lesungen, Vernissagen oder Gesprächsrunden, ist er nicht ohne einen breitrandigen schwarzen Hut zu denken, gewissermaßen sein Erkennungszeichen. Man hat ihn als „Urgestein der Stuttgarter Literaturszene“ bezeichnet und seine ebenso souveräne wie heitere Weise gerühmt, wenn er Veranstaltungen unterhaltsam moderiert und sich dabei nicht auf Kosten seiner Gäste in Szene setzt. Guben ist ein nimmermüder Erzähler von Geschichten und Geschichtchen aus dem Kulturbetrieb, hat im Laufe der Jahrzehnte viele der Größen kennengelernt und mit ihnen  zusammen agiert, so etwa mit Thomas Bayrle, Jochen Gerz oder Dieter Roth. Er ist mithin ein Zeitzeuge eigener Art, weil er – wie nur wenige andere – in allen Kunstsparten ungewöhnlich gut bewandert ist.

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Stipendiaten-Blog

28. Juni 2018

Ich bin unablässig damit beschäftigt, Menschen zu treffen und mich von ihnen zu verabschieden, die ich hier kennen- und schätzen gelernt habe.
Besonders gefreut hat mich, dass ich zwei junge Frauen vernetzt habe, die beide sehr kreativ sind, gute Ideen haben und dabei sind, jeweils einen Verlag zu gründen. Was läge da näher als ein Erfahrungsaustausch?
Ich selbst profitiere von einem Gespräch mit der erfolgreichen Autorin Sudabeh Mohafez. Sie hat mir Mut zu Schritten gemacht, die ich bisher nicht gewagt habe.
Bald steht mir der Abschied von Astrid Braun bevor. Was war das schön, nicht allein im Haus zu sein, sondern mal eben hinunter zu ihr ins Büro steigen zu können oder von ihr die SMS zu empfangen: »Essen?«
Ich werde euch alle so sehr vermissen!

Aktuelles

Podcast-Mitschnitt: Sudabeh Mohafez: »Behalte den Flug im Gedächtnis«

Sudabeh Mohafez, geboren in Teheran, ist im Alter von 13 Jahren nach Deutschland gekommen. Literarisch interessiert haben die Autorin vor allem die NS-Vergangenheit ihrer Familie sowie die damit verbundene transgenerationale Traumaweitergabe und das Überleben gewalttätiger Strukturen. Viele ihrer Auftragsarbeiten aber zielten auf Fragen der Interkulturalität und Multilingualität. Der neue Erzählband schlägt nun einen Bogen von dem, was erzählt werden musste, zu dem, was eigentlich nicht erzählt werden wollte.

Hören Sie hier den Mitschnitt der zweiten Salonlesung 2018 in der Reihe »Sie schreibt«. Weiterlesen »

Stipendiaten-Blog

23. Juni 2018

Gestern Salon-Lesung Sudabeh Mohafez. Sie kann sowohl Komik wie Tragik. Jede Geschichte wirkt authentisch, selbst wenn es sich um eine Auftragsarbeit handelt. Und ihre Persönlichkeit kommt so freundlich rüber. Das Publikum fühlt sich angenommen und gemocht.

Auch sie war Stipendiatin in diesem Haus und hat sich in Stuttgart verliebt. Sie ist geblieben…