Sie schreibt - Das Stuttgarter Salonfestival 2018

Ich kam aus Namibia und fand im „Häusle“ ein zweites Zuhause.

— Giselher Hoffmann, Stipendiat 2004

Podcast-Mitschnitt: Verena Boos: “Kirchberg”

Verena Boos (links) und Moderatorin Astrid Braun bei der Lesung (Foto: Tischer)

Verena Boos (links) und Moderatorin Astrid Braun bei der Lesung (Foto: Tischer)

Länder, Sprachen, Identitäten: Die in Rottweil geborene Autorin Verena Boos hat in Konstanz, Bologna und Glasgow studiert, promoviert in Florenz. In ihrem Debüt „Blutorangen“ nimmt Boos eine deutsche und eine spanische Familie in den Fokus und formt daraus eine historisch brisante, menschlich überzeugende Verflechtung zweier Länder. Ihr zweiter Roman “Kirchberg” erzählt von einer Rückkehr zu den Ursprüngen und lotet aus, was passiert, wenn frau das Wichtigste, die Sprache, verliert, aber dafür die Vergangenheit wiederfindet.

Hören Sie hier den Mitschnitt der sechsten Salonlesung 2018 in der Reihe »Sie schreibt«. Weiterlesen »

Podcast-Mitschnitt: Ulrike Schäfer: “Nachts, weit von hier”

Ulrike Schäfer, moderiert vom Gastgeber Moritz Heger © Astrid Braun

Nach dem Studium von Informatik, Germanistik und Philosophie beschritt die in München geborene Autorin Ulrike Schäfer ungewöhnliche Wege. Sie arbeitete einige Jahre im IT-Bereich in gehobener Position, bevor sie sich endgültig dem Schreiben von Prosa und Theaterstücken widmete. 2015 war sie Stipendiatin im Schriftstellerhaus, in diesem Jahr erschien ihr Erzählband „Nachts, weit von hier“ mit 18 gleichwertigen Erzählungen, eine „eindringlich-subtile, kammermusikalisch anmutende Prosa“ (ekz, Manfred Bosch).

Hören Sie hier den Mitschnitt der vierten Salonlesung 2018 in der Reihe »Sie schreibt«. Weiterlesen »

Podcast-Mitschnitt: Odile Kennel: “Mit Blick auf See”

Odile Kennel (links) und Moderatorin Astrid Braun bei der Lesung (Foto: Tischer)

Odile Kennel (links) und Moderatorin Astrid Braun bei der Lesung (Foto: Tischer)

Odile Kennel, aufgewachsen in Bühl/Baden, wuchs zweisprachig auf. Die Stipendiatin aus 2014 ist eine Doppelbegabung, denn sie schreibt sowohl Prosa als auch Gedichte und ist als Übersetzerin aus dem Französischen, Spanischen Portugiesischen und Englischen tätig. „Was Ida sagt“ (dtv, 2011) war ihr erster, sehr erfolgreicher Roman und „oder wie heißt diese interplanetare luft“ ihr erster Gedichtband, dtv 2013. Im Schriftstellerhaus arbeitete sie an ihrem zweiten Roman „Mit Blick auf See“, der die Erinnerungen einer Frau mit der Geschichte der Bundesrepublik grundiert.

Hören Sie hier den Mitschnitt der fünften Salonlesung 2018 in der Reihe »Sie schreibt«. Weiterlesen »

Podcast-Mitschnitt: Nina Jäckle: “Stillhalten”

Auch der Roman von Nina Jäckle geht auf Spurensuche. In ihrem elften Buch lässt sich die Autorin, 1966 in Schwenningen geboren, von der Vergangenheit ihrer Großmutter inspirieren. Als junge Tänzerin, Tamara Danischewski, wurde diese von Otto Dix porträtiert, als blonde, geradezu brave Schönheit, im Gegensatz zum weitaus bekannteren Porträt von der „roten“ Anita Berber. Glücklich ist die Tänzerin, die sich früh von der Bühne verabschiedete, mit diesem Entschluss nicht geworden. Jäckle fiktionalisiert die Geschichte ihrer Großmutter radikal.

Hören Sie hier den Mitschnitt der dritten Salonlesung 2018 in der Reihe »Sie schreibt«. Weiterlesen »

Bewerbung für Stipendien 2019

Am 15. August sollte die Bewerbung für ein Aufenthaltsstipendium im Stuttgarter Schriftstellerhaus eingegangen sein.

Es gibt eine entscheidende Neuerung, denn dank des Erbes von unserer verstorbenen Ehrenvorsitzenden Dr. Ruth Theil sind wir in der Lage, neben zwei Stipendien für Prosa oder dramatisches Schreiben ein drittes für Lyriker auszuloben, das mit 5000 Euro auch höher dotiert ist als die anderen beiden Stipendien. Es war der ausdrückliche Wunsch von Frau Dr. Ruth Theil, dass wir das uns zugesprochene Erbe für die Förderung von Lyrik einsetzen. Das erste Lyrikstipendium im nächsten Jahr ist ein Schritt in diese Richtung.

Wir freuen uns auf tolle Bewerbungen!