Aus der Bahn aussteigen und ein paar Schritte laufen, die Treppe hoch und dann bin ich da: diese Alltagsroutine endet jetzt. Zum „Häusle“ zurückkehren werde ich trotzdem.
Anfang Januar habe ich mein Praktikum im Schriftstellerhaus begonnen. Jetzt weiß ich nicht nur, wie es hier hinter den Kulissen läuft, sondern auch, dass Stuttgart viele engagierte Vereine und kleinere Kulturinstitutionen zu bieten hat. Nicht umsonst liegt hier die „Kulturhauptstadt“!
Das Schriftstellerhaus war mehr als nur mein Praktikumsplatz: ich habe viele tolle Menschen kennengelernt, an Lesungen und anderen Events teilgenommen, interne Abläufe kennengelernt und ganz viel Pfefferminztee getrunken.
Mein persönliches Highlight: ich durfte einen Poetry Slam organisieren. Das war eine Aufgabe, die wirklich Spaß gemacht hat. Ich wollte herausfinden, ob mir Veranstaltungsorganisation liegt und habe meine Antwort gefunden. Die berufsorientierende Funktion hat das Praktikum also mehr als erfüllt.
Ansonsten durfte ich mich auch auf Social Media austoben und meine ästhetischen Visionen auf Canva umsetzen.
Einen Einblick in all die Arbeit, die in den Verein fließt, zu bekommen, war auch sehr spannend. Ob bei der Kommunikation mit Externen, der Vorbereitung von Lesungen, oder in der Arbeit mit den Stipendiat:innen: All diese Prozesse sind nicht mehr von vagen Vorstellungen geprägt.
Der notwendige Freiraum wurde mir auch gegeben. Meine Aufgaben haben den Sinn eines Praktikums erfüllt: Erlebbar zu machen, wie die Arbeit in diesem Bereich ist. Und: hier zählt, was man zu sagen hat. Meine Ideen wurden geshen und meine Meinung gehört.
Zurückkehren werde ich auf jeden Fall. Auch wenn ich dann zum Beispiel den Schreibtisch nicht mehr bloß dokumentiere: gekommen bin ich für die praktische Erfahrung, bleiben werde ich wegen der schönen Erinnerungen.
Text und Bilder: Nadia Durakovic







