Drei Fragen an unsere Praktikantin Jelena Cupic

Jelena Cupic, Foto: Rainer Koch
Jelena Cupic, Foto: Rainer Koch

Was ist dein Bezug zur Literatur?

Meine Liebe zur Literatur hat ihren Anfang schon ganz früh in meiner Kindheit genommen. Als kleines Mädchen habe ich mir gerne vorlesen lassen – so richtig begonnen hat meine eigene Liebe zum Lesen aber an einem schicksalhaften Weihnachten, als meine Oma mir den ersten Band der Vier zauberhaften Schwestern von Sheridan Winn geschenkt hat. Wenn ich heute an die Anfänge meiner Lesebegeisterung zurückdenke, ist es genau dieses Buch, das mir als Erstes in den Sinn kommt.

Das Schreiben kam bei mir erst einige Jahre später dazu. Es entstand aus einer gewissen Unzufriedenheit mit meiner damaligen Lektüre. Ich dachte mir: Dann schreibe ich eben selbst, was ich lesen möchte. Entstanden ist daraus mein erstes ‚Buch‘, das ich damals sogar online geteilt habe.

Kurz darauf folgte mein Beitritt in die neu gegründete Literatur-AG an meiner Schule. Dort habe ich angefangen, mit meinem Schreibstil und verschiedenen Textsorten zu experimentieren. Meine Lehrer:innen haben mich schließlich ermutigt, mit meinen Kurzgeschichten an Schreibwettbewerben teilzunehmen. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, an zwei ganz tollen Schreibseminaren teilzunehmen.

Alles in allem zieht sich Literatur wie ein roter Faden durch mein Leben. Sie ist Teil meiner Vergangenheit – und (hoffentlich) auch meiner Zukunft.

Warum ist K-Pop für dich eine so besondere kulturelle Erscheinung?

Neben der Literatur spielt auch K-Pop – also koreanische Popmusik – eine große Rolle in meinem Leben. Meine Begeisterung dafür hat während der Corona-Pandemie begonnen, als K-Pop, aber auch koreanische Serien, eine willkommene Ablenkung vom Alltag für mich waren.

Natürlich gibt es auch kritische Aspekte der Industrie, die man nicht außer Acht lassen sollte – dennoch finde ich K-Pop als kulturelles Phänomen unglaublich spannend. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Musik weltweit verbreitet und eine riesige internationale Fangemeinde aufgebaut.

Besonders faszinieren mich dabei die aufwendig produzierten Musikvideos, die parasozialen Beziehungen zwischen Idols und ihren Fans, aber auch die enorme Disziplin und das Können, das hinter den Performances steckt. Genau diese Mischung aus Musik, Performance, Popkultur und Fankultur finde ich so spannend, dass ich mich ab Ende Oktober 2026 sogar in meiner Bachelorarbeit wissenschaftlich damit beschäftigen werde.

Was sind drei Fun Facts über dich?

  1. An meinem ersten Tag in Stuttgart bin ich von einem Bus stehen gelassen worden. Ich komme eigentlich aus einer Kleinstadt und wusste nicht, dass ich bei den Bussen in Stuttgart außen auf einen Knopf zu drücken habe, damit sich die Tür für mich öffnet. Stattdessen habe ich darauf gewartet, dass der Fahrer mich reinlässt – und der Bus ist mir vor der Nase weggefahren
  2. Ich lese entweder ganz viel – oder gar nicht. Im August 2026 habe ich ganze 13 Bücher verschlungen. Im Monat davor war es dagegen nur eins. Ganz oder gar nicht ist meine Devise.
  3. Orientierungssinn? Nicht vorhanden. Selbst wenn ich einen Weg schon mehrmals gelaufen bin, kann ich mich nicht darauf verlassen, ihn beim nächsten Mal wiederzufinden. Ohne Google Maps würde ich in Stuttgart keinen Tag überleben.

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