Wir freuen uns sehr für Lena Schätte, die für ihren Text „Was wir Tragen“ den diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis erhalten hat. Im Winter 2025 war Schätte Stipendiatin im Stuttgarter Schriftstellerhaus e.V. und stand mit ihrem Roman „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ auf der Longlist des Buchpreises 2025.
Mit ihrem Text „Was wir tragen“ erzählt Schätte von einer Freundschaft zwischen zwei Schülerinnen. Beide eint, dass sie mehrgewichtig sind. Schätte schildert in ausdrucksstark nüchternem Tonfall eine harte (Lebens)realität, in der nicht-normschöne Körper nie dazugehören, nie akzeptiert sind. Wie eine Freundschaft nährenden Schutz und Wärme bietet. Schätte erzählt von einer Kindheit, die geprägt ist von mütterlicher Tyrannei, die den Selbstwert und das Körperbild eines Mädchens bis ins Mark erschüttern. Von internalisiertem Sexismus und Schönheitsidealen, die bis ins kindliche Schlafzimmer reichen.
„Was wir tragen“ von Lena Schätte geht unter die Haut, zu lesen unter ORF.at
Text und Bild: Redaktion


