Stuttgart liest ein Buch 2017: Shida Bazyar: Nachts ist es leise in Teheran

Schüler berichten – Lesung im “Superjuju” am 23. Oktober 2017

„Schön gelesen, schönes Buch, interessantes Thema. Ich komme auf jeden Fall wieder!“, das sagt eine Besucherin nach der Lesung aus dem Buch „Nachts ist es leise in Teheran“ am Montag, den 23.10.17,  im Superjuju.

Der Laden befindet sich in der Fluxuspassage und ist ein „Krims-Krams“-Laden für Jedermann. Dort gibt es Bücher, Puzzle, Tassen, Taschen, Notizbücher und vieles mehr. Wenn man den Laden zum ersten Mal betritt, riecht es ein bisschen nach neuem Buch. Es ist ein sehr bunter und kreativer Laden. Auf dem Boden liegt ein bunter Teppich, der den Laden noch sympathischer macht.

Die Besucher sind viele ältere Damen und ein paar ältere Herren, insgesamt sind es mit meiner Mitschülerin Lea und mir ca. 25 Leute. Die meisten der Besucher kommen immer wieder zu den Ladenlesungen, dies ist der fünfte Termin von insgesamt neun Lesungen des gesamten Buches. Mit so vielen Leuten haben die Veranstalter gar nicht gerechnet, denn es gibt zu wenige Plätze – einige müssen stehen oder auf dem Boden sitzen. Es herrscht eine sehr freundliche und fröhliche Stimmung. Da das Wetter draußen trüb und kalt ist, wird es drinnen umso gemütlicher, auch wenn ich gestehen muss, dass ich gefroren habe und die meisten ZuhörerInnen ihre Jacken anbehalten haben.

Die Lesung wird von zwei jungen Frauen und einem jungen Mann durchgeführt. Gelesen werden 80 Minuten aus den Kapiteln Nahid und Laleh von Seite 111 bis 148. Man kann die unterschiedlichen Kapitel gut auseinanderhalten. Die Frauen lesen sehr betont und gefühlvoll. Man wird dabei ganz ruhig und versinkt richtig in der Geschichte. Man merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht. Nach etwa einer Stunde wird es schwer, sich weiter auf die Geschichte zu konzentrieren, da einem so viele Gedanken im Kopf rumschwirren. Während der Lesung ist es ganz leise, sodass man die Geräusche von außen wahrnimmt wie z.B. Schritte auf dem Asphalt oder den Verkehrslärm. Wenn eine Stelle lustig ist, lachen die Gäste kurz auf, was aber keine Unruhe bringt. Ich habe die Lesung besucht, da wir mit der Klasse den Roman „Nachts ist es leise in Teheran“ gelesen und ein Autorengespräch mit Shida Bazyar geführt haben.

Es lohnt sich, den Roman „Nachts ist es leise in Teheran“ ruhig zweimal zu lesen.

Rosa Oberhauser

 

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