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Mal „gschwind “ in Stuttgart: Urs Mannhart

Urs Mannhart und Astrid Braun mit "Gschwind" © Garnisonsschützenhaus
Urs Mannhart und Astrid Braun mit „Gschwind“ © Garnisonsschützenhaus

Der ehemalige Stipendiat aus dem letzten Jahr 2021 Urs Mannhart reiste wieder mit dem Rad nach Stuttgart, allerdings „erst“ ab Basel, den Rest von seinen Wohnort „La Chaux-de-Fonds“ in der Westschweiz hin nach Basel und zurück absolvierte er mit der Bahn.

Endlich konnten wir ihn einem Publikum in Stuttgart im Garnisonsschützenhaus vorstellen, nachdem im letzten Jahr alle Versuche wegen Corona gescheitert waren, eine Live-Veranstaltung mit ihm durchzuführen.

Im Gepäck hatte er seinen im letzten Jahr fertiggestellten Roman „Gschwind oder Das mutmaßlich zweckfreie Zirpen der Grillen“, erschienen im Verlag Secession, Berlin, 2021, ein brisanter Ökoroman über den geplanten Abbau der unvermittelt ausgerechnet in den Bergen am Thuner See gefundenen Seltenen Erde namens Rapacitanium, das, so will es die Fiktion, weltweit für den Betrieb von Akkus gebraucht wird und deshalb so begehrt ist.

In sorgsam ausgewählten Passagen stellte Urs Mannhart den Held seines Buches, den Manager Pascal Gschwind vor, der auf der Karriereleiter so rasch wie möglich nach oben möchte, schnelle Autos und Luxus liebt und ein edles Anwesen am See sein eigen nennt.

Dass er im wahrsten Sinne des Wortes mit Hochgeschwindigkeit über Leichen geht im ansonsten ja für Behäbigkeit bekannten Schweizer Heidi-Land, hat Urs Mannhart wunderbar spitzzüngig in Szene gesetzt, am Abend auch einem entzückten Publikum vorgetragen.

Ausgerechnet am Beginn dieses heißen Sommers 2022 sollten wir uns mehr denn je mit ökologischen Sünden des Anthropozäns auseinandersetzen. Auf einen übertrieben mahnenden Zeigefinger hat Urs Mannhart allerdings verzichtet. Sein Roman überzeugt vor allem durch Witz, sorgsame Recherche und erzählerisches Tempo.

Vor einigen Tagen erschien das neueste Buch von Urs Mannhart, das den Namen „Lentille“ trägt und dem Leben einer Kuh gewidmet ist. Lentille ist eine Kuh aus der Rasse des Rätischen Grauviehs. Wie Mannhart, der neben seiner Arbeit als Autor auf einem Ökobauernhof arbeitet, das Vertrauen der Kuh gewann, erfahren Sie in diesem wundervollen Band, der im Verlag Matthes & Seitz, Berlin, erschienen ist.

 

Urs Mannhart und Astrid Braun mit "Gschwind" © Garnisonsschützenhaus
Urs Mannhart und Astrid Braun mit "Gschwind" © Garnisonsschützenhaus
Der ehemalige Stipendiat aus dem letzten Jahr 2021 Urs Mannhart reiste wieder mit dem Rad nach Stuttgart, allerdings "erst" ab Basel, den Rest von seinen Wohnort "La Chaux-de-Fonds" in der Westschweiz hin nach Basel und zurück absolvierte er mit der Bahn. Endlich konnten wir ihn einem Publikum in Stuttgart im Garnisonsschützenhaus vorstellen, nachdem im letzten Jahr alle Versuche wegen Corona gescheitert waren, eine Live-Veranstaltung mit ihm durchzuführen. Im Gepäck hatte er seinen im letzten Jahr fertiggestellten Roman "Gschwind oder Das mutmaßlich zweckfreie Zirpen der Grillen", erschienen im Verlag Secession, Berlin, 2021, ein brisanter Ökoroman über den geplanten Abbau der unvermittelt ausgerechnet in den Bergen am Thuner See gefundenen Seltenen Erde namens Rapacitanium, das, so will es die Fiktion, weltweit für den Betrieb von Akkus gebraucht wird und deshalb so begehrt ist. In sorgsam ausgewählten Passagen stellte Urs Mannhart den Held seines Buches, den Manager Pascal Gschwind vor, der auf der Karriereleiter so rasch wie möglich nach oben möchte, schnelle Autos und Luxus liebt und ein edles Anwesen am See sein eigen nennt. Dass er im wahrsten Sinne des Wortes mit Hochgeschwindigkeit über Leichen geht im ansonsten ja für Behäbigkeit bekannten Schweizer Heidi-Land, hat Urs Mannhart wunderbar spitzzüngig in Szene gesetzt, am Abend auch einem entzückten Publikum vorgetragen. Ausgerechnet am Beginn dieses heißen Sommers 2022 sollten wir uns mehr denn je mit ökologischen Sünden des Anthropozäns auseinandersetzen. Auf einen übertrieben mahnenden Zeigefinger hat Urs Mannhart allerdings verzichtet. Sein Roman überzeugt vor allem durch Witz, sorgsame Recherche und erzählerisches Tempo. Vor einigen Tagen erschien das neueste Buch von Urs Mannhart, das den Namen "Lentille" trägt und dem Leben einer Kuh gewidmet ist. Lentille ist eine Kuh aus der Rasse des Rätischen Grauviehs. Wie Mannhart, der neben seiner Arbeit als Autor auf einem Ökobauernhof arbeitet, das Vertrauen der Kuh gewann, erfahren Sie in diesem wundervollen Band, der im Verlag Matthes & Seitz, Berlin, erschienen ist.