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Robert Stripling: NSFAQ (nicht so häufig beantwortete Fragen zum Virus Sars-CoV-2) – Teil 3

Jochen Reschneck, 42 Jahre, Eventmanager, Dortmund

„Es ist so still. Ich habe bis vierzehn Uhr geschlafen, dann die Kinder mit je einer Doppelstunde Physik und Mathe ins Bett gebracht. Der Friseursalon unten auf der Gasse hat dicht, keine Müllabfuhr. Das Citalopram wirkt alle. Welcher Tag ist heute?“

„Heute ist Mittwoch oder Freitag, wie du willst, Jochen. Hauptsache du fühlst dich als Mensch inmitten deiner Fähigkeiten als Mensch. Das kann sehr animalisch sein, verstehst du? Stell dir vor, du wärst ein Salamander, oder ein Kakadu. Wir alle wissen am besten, was wir sind. Vertrau auf deine natürlichen Fertigkeiten. Kalender sind eine Erfindung von Kaisern, um die Knechtschaft zu zählen. Es ist nicht einfach, denn wir sind kaum anderes gewohnt. Die meisten von uns haben die letzten Jahre in Strukturen gelebt, die ihnen von außen vorgegeben wurden. Im Grunde lebt ein Großteil unserer Gesellschaft sehr infantil, alles muss festgelegt sein, wir brauchen Stundenpläne, Essenszeiten und auch manchmal einen Tritt in den Hintern – Freestyle, Freiheit, Selbstverantwortung, Empathie für das eigene Wohlbefinden – all dies fällt schwer. Lass dich mal wieder treiben, höre hin. Was brauchst du wirklich? Wie geht es dir? Werde jetzt Mensch, Jochen! Es ist deine Chance!“

– Dr. Sabine Töpperwien, Beraterin einer philosophischen Praxis

Mit freundlicher Genehmigung des Autors präsentieren wir »Nicht so häufig gestellte Fragen« aus dem Buch »NSFAQ not so frequently asked questions about SARS-CoV-2« von Robert Stripling. Heute Teil 3