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Steffen Schroeder ist der 1. Stipendiat 2023 im Schriftstellerhaus

Steffen Schroeder © Anne Heinlein
Steffen Schroeder © Anne Heinlein

Über lange Jahre hindurch galt seine berufliche Liebe der Schauspielerei. Nach dem Abitur in München hat Steffen Schroeder das Schauspielstudium an der Folkwanghochschule Essen absolviert von 1995-1997. Recht bald darauf wurde er festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters von 1997-1999 und wechselte dann an in das Berliner Ensemble von 1999-2001. Als freier Schauspieler war er ab 2001 an verschiedenen Theatern in Düsseldorf, Köln und Berlin engagiert, daneben in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen.

Vielen dürfte sein Gesicht als Hauptfigur in der TV-Krimiserie „Soko Leipzig“ bekannt sein. Bis 2020 gehörte er fest zum Stammpersonal der Serie.
Daneben fing Steffen Schroeder 2014 an zu schreiben und veröffentlichte 2017 sein Buch „Was alles in einem Menschen sein kann. Begegnung mit einem Mörder“, verlegt bei Rowohlt Berlin.

Sein Romandebüt „Mein Sommer mit Anja“ veröffentlichte Schroeder ebenfalls bei Rowohlt Berlin. Es folgten zahlreiche Lesungen und weitere Arbeit an literarischen Projekten wie der 2021 veröffentlichten Kurzgeschichte „Am Ende der Dunkelheit“ (in „die horen“).
Im letzten Jahr kam der Roman „Planck oder Als das Licht seine Leichtigkeit verlor“ im Sommer 2022 heraus, auf den Susanne Martin im Rahmen unserer Weihnachtsempfehlungen 2022 verwies.

Die Arbeit an seinem neuen Roman führt ihn ebenfalls in die Vergangenheit. Sein Projekt „Die Bestimmung der Nachtfalter“ hat uns sehr neugierig gemacht, wandelt Schroeder darin auf den Spuren des Schriftstellers und Regisseurs Georg Friedrich Treitschke und dessen Freund Ferdinand Ochsenheimer im Wien des Jahres 1808. Beide sind dem Theater sehr verbunden, aber teilen auch die Leidenschaft für Schmetterlinge. Nach dem Tod von Ochsenheimer widmete sich Treitschke der Bestimmung und Beschreibung von Nachtfaltern. Sein Tagwerk galt aber auch weiterhin seiner Arbeit als Regisseur von Opern, außerdem schrieb er Gedichte und pflegte Kontakte zu zahlreichen zeitgenössischen Komponisten.

„Das Schauspiel, die Schriftstellerei und die Liebe zur Natur“ – das verkörpern die beiden Protagonisten – und das fasziniert auch den Autor Steffen Schroeder, der in seiner Kindheit Biologe werden wollte.

Keine Frage, dieser Stoff bedeutet viel Recherche, die Nähe Stuttgarts zum 18. und 19. Jahrhundert, wenn auch nicht baulich, so doch literaturgeschichtlich, ist für den Stipendiaten Schroeder hoffentlich eine ergiebige Quelle.

Am 28. Februar stellen wir den Steffen Schroeder in der Akademie für gesprochenes Wort dem Stuttgarter Publikum vor.

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