Ich kam aus Namibia und fand im „Häusle“ ein zweites Zuhause.

— Giselher Hoffmann, Stipendiat 2004

Vorstellung von Michael Wildenhain

Michael Wildenhain © Michael Seehoff

Am 7. Februar 2018 las der Stipendiat Michael Wildenhain im Schriftstellerhaus. In einem Parforceritt stellte Wildenhain seinen letzten Roman “Das Singen der Sirenen”, erschienen bei Klett-Cotta, Stuttgart, 2017, vor, mit dem er für den Deutschen Buchpreis nominiert war. In Stuttgart lebt und arbeitet der Autor von Januar bis März 2018. Er nutzt den Aufenthalt, um für seinen neuen geplanten Roman die Stadt Stuttgart zu erkunden, die eine nicht unwichtige Rolle im neuen Buch spielen soll.
Michael Seehoff fasste den Abend in seinem Blog zusammen.

Neues von Karlheinz Kluge und Achim Wagner

Ein Wochenstart mit schöner Post von ehemaligen Stipendiaten:

Zum einen von Karlheinz Kluge “Kleine Maskenkunde” (2017).
Dazu der Autor: “Was im Dezember 2010 mit der Broschüre “Quittentage” seinen Anfang nahm, ist bis heute auf inzwischen sieben Hefte angewachsen; eine kleine feine Reihe. Von Anfang an hat Ursula Böhm die Gestaltung und Typographie übernommen. Zwei Borschüren tragen jeweils einen Holuschnitt (siehe Foto) von Jürgen Schuler, und 2016 wurde der Ausgabe eine Raderung von Gudrun Schirmer beigelegt.” Der schön aufgemachte Band enthält vier Erzählungen von Karlheinz Kluge.

Zum Anderen von Achim Wagner der Band “zwischen grün und halb sechs” (hochroth Berlin 2017)
Die enthaltenen 20 Gedichte beziehen sich auf bekannte türkische Dichterinnen und Dichter, die mit ihren Gedichten die moderne türkische Lyrik maßgeblich geprägt haben. Es handelt sich aber nicht um klassische Übersetzungen, Wagner erläutert im Vorwort: “Ich übertrug dabei zentrale Stellen eines Gedichts, denen ich wiederum zentrale Stellen aus einem weiteren Gedicht oder zwei weiteren Gedichten gegenüberstellte. Aus den Übertragungen bildete ich zunächst Textcollagen, und begann entlang der Stimmungen und Bilder, die sie trasnportierten, sprachlich zu improvisieren, sie dabei mit eigenen Inhalten zu ergänzen, die ursprünglichen Stellen fort- oder umzuschreiben, ohne dabei die Grenzen, die mir die vorgefundene Poetik vorgab, zu verletzen.”

Neue Schreibgruppe von Text-Manufaktur

Ab dem 8. März 2018 trifft sich einmal im Monat die neu gegründete Schreibgruppe von Text-Manufaktur im Stuttgarter Schriftstellerhaus. Die Leitung für die Stuttgarter Schreibgruppe übernimmt Gabi Schmid.
Anmeldung bitte über Text-Manufaktur.

“Die Textmanufaktur-Schreibgruppen bieten Ihnen regelmäßige Treffen in deutschen Großstädten, bei denen Sie unter fachkundiger Moderation Prosatexte besprechen können. Sie bieten einen ersten Kontakt zur Textmanufaktur, eine feste Gruppe, in der man die Projekte kennt und gemeinsam entwickeln kann, Erfahrungsaustausch in angenehmer Runde mit Gleichgesinnten.

Unsere Schreibgruppen werden von einem erfahrenen Autor oder Lektor geleitet und moderiert, sodass die Diskussionen sachlich, konstruktiv und professionell bleiben. Sie können jederzeit einsteigen und jederzeit kündigen, die Teilnahme ist keine Pflicht, sondern soll Ihrem Schreiben eine Kontur und Struktur geben.”

Die Jahrestermine 2018:

8. März, 19. April, 17. Mai, 21. Juni, 12. Juli, 20. September, 18. Oktober, 15. November

Manuela Fuelle erhält den Thaddäus-Troll-Preis 2017

Manuela Fuelle © Thomas Kunz

Die Freiburger Autorin Manuela Fuelle erhält für ihren Roman “Luftbad Oberspree” den mit 10 000 Euro dotierten Thaddäus-Troll-Preis des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg. Fuelle wurde 1963 in Ost-Berlin geboren und studierte Evangelische Theologie in Greifswald und Berlin. Sie erhielt 2007 das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste in Berlin, 2012 das Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg. Nach “Fenster auf, Fenster zu” ist “Luftbad Oberspree”, im Freiburger Derk Janßen Verlag 2016 erschienen, ihr zweiter Roman.

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Odille Kennel im Gespräch mit Astrid Braun über “Mit Blick auf See”

Am kommenden Sonntag ab 15 Uhr sendet Sabine Gärttling im Freien Radio Stuttgart den Mitschnitt einer Veranstaltung in der Stadtbücherei. Odile Kennel, ehemalige Stipendiatin im Schriftstellerhaus 2014, stellt im Gespräch mit Astrid Braun ihr Buch “Mit Blick auf See” vor. Das Portrait einer Frau, in deren Leben die Geschichte der Bundesrepublik aufscheint, ein Roman über die Unsicherheit der Erinnerung, über die Rückkehr in die Provinz. (Reihe: STIP-Visite)
Ein feinfühlig und spannend erzähltes Buch, das die Frage aufwirft, wie wir uns der eigenen Geschichte stellen.
Die Büchersendung ist zu hören über UKW auf 99,2 MHz oder als Livestream auf www.freies-radio.de.