Menü

Buchtipp von Susanne Martin: “Federico Temperini” von Theres Essmann

Jürgen Krause, seines Zeichens Taxifahrer in Köln, wird von einem gewissen Federico Temperini als Chauffeur engagiert. Zu bestimmten Terminen, die er ein paar Tage vorher erfährt, soll er ihn zur Kölner Philharmonie fahren und dort bis zur Rückkehr des Fahrgastes warten. Das Honorar stimmt und Krause übernimmt den Auftrag. Temperini gibt nichts von sich preis, aber er ist geradezu besessen von Niccolò Paganini, dem italienischen Geigenvirtuosen und erzählt Krause bei jeder Fahrt von ihm. Jürgen Krause hängt mehr der Rock- und Popmusik an, aber das, was Temperini ihm erzählt, macht ihn neugierig. Langsam nähern sich die beiden Männer aneinander an, auch wenn Temperini ganz offensichtlich ein Geheimnis hütet, das er partout nicht aufdecken möchte.

Diese fein gesponnene Novelle habe ich sehr gerne und in einem Rutsch gelesen. Fast von der ersten Seite an war ich hineingezogen in die Geschichte dieser beiden ungleichen Männer. Die Stuttgarter Autorin Theres Essmann erzählt feinfühlig und doch ökonomisch.  Vieles wird nur zart angedeutet, so bleibt Raum für eigene Gedanken und Vorstellungen. So unterschiedlich die beiden Männer auch sind, so können sie einander doch viel geben: Temperini gibt Krause einen entscheidenden Impuls, der ihm hilft, das schwierige Verhältnis zu seinem Sohn neu zu gestalten, dieser wiederum wird zur wichtigen Bezugsperson des einsamen alten Herrn.

Aber es sitzt noch ein Dritter mit im Taxi: Niccolò Paganini. Dessen Schicksal bezieht Temperini immer wieder auf sein eigenes, aber in der Vater-Sohn-Beziehung auch auf das von Jürgen Krause. Und es geht natürlich um Musik und welch große Bedeutung sie im Leben hat. Wir erfahren bei jeder Fahrt, was auf dem Programm des Abends steht und im Gegensatz zu Jürgen Krause war mir vieles davon bekannt. Die Lektüre regte mich an, manches wieder zu hören und neu zu entdecken.

Wenn Sie Lust bekommen haben, das Buch zu lesen, finden Sie hier die bibliographischen Angaben für eine Bestellung im unabhängigen Buchhandel. Außerdem habe ich mit Freude für Sie eine Playlist auf Spotify angelegt.

Jürgen Krause, seines Zeichens Taxifahrer in Köln, wird von einem gewissen Federico Temperini als Chauffeur engagiert. Zu bestimmten Terminen, die er ein paar Tage vorher erfährt, soll er ihn zur Kölner Philharmonie fahren und dort bis zur Rückkehr des Fahrgastes warten. Das Honorar stimmt und Krause übernimmt den Auftrag. Temperini gibt nichts von sich preis, aber er ist geradezu besessen von Niccolò Paganini, dem italienischen Geigenvirtuosen und erzählt Krause bei jeder Fahrt von ihm. Jürgen Krause hängt mehr der Rock- und Popmusik an, aber das, was Temperini ihm erzählt, macht ihn neugierig. Langsam nähern sich die beiden Männer aneinander an, auch wenn Temperini ganz offensichtlich ein Geheimnis hütet, das er partout nicht aufdecken möchte.

Diese fein gesponnene Novelle habe ich sehr gerne und in einem Rutsch gelesen. Fast von der ersten Seite an war ich hineingezogen in die Geschichte dieser beiden ungleichen Männer. Die Stuttgarter Autorin Theres Essmann erzählt feinfühlig und doch ökonomisch.  Vieles wird nur zart angedeutet, so bleibt Raum für eigene Gedanken und Vorstellungen. So unterschiedlich die beiden Männer auch sind, so können sie einander doch viel geben: Temperini gibt Krause einen entscheidenden Impuls, der ihm hilft, das schwierige Verhältnis zu seinem Sohn neu zu gestalten, dieser wiederum wird zur wichtigen Bezugsperson des einsamen alten Herrn.

Aber es sitzt noch ein Dritter mit im Taxi: Niccolò Paganini. Dessen Schicksal bezieht Temperini immer wieder auf sein eigenes, aber in der Vater-Sohn-Beziehung auch auf das von Jürgen Krause. Und es geht natürlich um Musik und welch große Bedeutung sie im Leben hat. Wir erfahren bei jeder Fahrt, was auf dem Programm des Abends steht und im Gegensatz zu Jürgen Krause war mir vieles davon bekannt. Die Lektüre regte mich an, manches wieder zu hören und neu zu entdecken.

Wenn Sie Lust bekommen haben, das Buch zu lesen, finden Sie hier die bibliographischen Angaben für eine Bestellung im unabhängigen Buchhandel. Außerdem habe ich mit Freude für Sie eine Playlist auf Spotify angelegt.