Stuttgart liest ein Buch 2019: Arno Geiger: Unter der Drachenwand

“Das beeindruckende Buch und die vielfältigen Veranstaltungen lassen uns im September alle unter der Drachenwand stehen und ehrfürchtig hinaufschauen.” Wolfgang Tischer über den Roman über den Roman von Arno Geiger.

"Das vielschichtige uns sprachlich beeidnruckende Buch lässt uns im September alle unter der Drachenwand stehen und ehrfürchtig hinaufblicken".Wolfgang Tischer über den Roman über den Roman von Arno Geiger.

© Wolfgang Tischer

Die Drachenwand? Der Mondsee? Was hat das mit Stuttgart zu tun? Was hat das mit mir zu tun?

Wer so fragt, hat scheinbar nie ein Buch gelesen und das Wesen der Literatur nicht gespürt. »Stuttgart liest ein Buch« zeigt aufs Neue, was gute Texte leisten können: In ihren Themen, Farben, Figuren und Facetten erkennen wir uns selbst. Wir müssen nur hinsehen – oder hingehen. Das vielschichtige und sprachlich beeindruckende Buch von Arno Geiger und die vielen Veranstaltungen von »Stuttgart liest ein Buch« lassen uns im September 2019 alle unter der Drachenwand stehen und ehrfürchtig hinaufblicken.

Augen auf in den Stuttgarter U-Bahnen

Fotos: Susanne Martin und Astrid Braun

Fünf  Zitate aus dem Roman von Arno Geiger “Unter der Drachenwand” laufen seit dem 1. Juli auf wechselnden Linien in den Stuttgarter Straßenbahnen mit. Zu erkennen an dem Logo rechts oben von “Stuttgart liest ein Buch”. Weiterlesen »

“Dieses Buch berührt – auch und gerade junge Menschen von heute”. Moritz Heger über den Roman “Unter der Drachenwand”

"Dieses Buch berührt - auch und gerade junge Menschen von heute". Moritz Heger über den Roman "Unter der Drachenwand"

© Stuttgarter Schriftstellerhaus

Mit Schülern einen Roman zu lesen, der nicht Pflichtlektüre ist und nicht U, sondern E: ein echter Lackmustest. Gerade bei einem Buch wie Arno Geigers “Unter der Drachenwand”.  Was wurde uns im Auswahlprozess entgegengehalten, das sei schon ein gutes Buch, gewiss – doch zu schwer, zu handlungsarm.
Wir vom Schriftstellerhaus waren anderer Meinung – und die Jugendlichen, mit denen ich den Roman nun lese und bespreche, bestätigen mich aufs Schönste: Arno Geiger schafft es gerade mit seinem lakonischen Ton, die Gemütszustände der Figuren “rüberzubringen”. Ja, so reden Traumatisierte, Versehrte – alles andere wäre Kitsch. Aber auch die zarte Liebe ist in diesem Ton anrührend und glaubwürdig. Die Atmosphäre des zu Ende gehenden Kriegs, in dem der “Endsieg” nur noch hohle Phrase ist, der Alltag sich aber eigensinnig behauptet, der Autor horcht hinein und lässt uns hineinhorchen.
“Unter der Drachenwand”: ein Resonanzkörper von einem Roman, in dem das historisch Ferne, Scheinbekannte wirklich nahe kommt. Dieses Buch berührt – auch und gerade junge Menschen von heute.

Die Drachenwand in den Stuttgarter Buchhandlungen

Wir freuen uns immer wieder, wenn wir in Stuttgarter Buchhandlungen Sondertische sehen, auf denen die Sonderausgabe von “Unter der Drachenwand” präsentiert wird.

Die Drachenwand in den Stuttgarter Buchhandlungen

©Stuttgarter Schriftstellerhaus

Beim Vaihinger Buchladen etwa waren die ersten Exemplare so schnell weg, daß nur noch ein Exemplar da war, als ich dieses Bild machte. Inzwischen ist natürlich Nachschub eingetroffen!

Die Drachenwand in den Stuttgarter Buchhandlungen 1

©Buch im Süden

Buch im Süden präsentiert Buch und Programme direkt neben der Kasse und die Nachfrage ist hoch, wie mir die Inhaberin Beate Hiller sagte. Die Buchhandlung lädt übrigens am 26.9. auch zu einem Diskussionsabend zum Buch ein!

Die Drachenwand in den Stuttgarter Buchhandlungen 3

© Stuttgarter Schriftstellerhaus

 

Die Drachenwand in den Stuttgarter Buchhandlungen 2

© Stuttgarter Schriftstellerhaus

 

Auch in den beiden großen Buchhandlungen Wittwer-Thalia und Osiander gibt es inzwischen Sonderpräsentationen. Wittwer-Thalia lädt am 19.9. auch zur Signierstunde mit Arno Geiger ein.

 

Die Drachenwand in den Stuttgarter Buchhandlungen 4

© Stuttgarter Schriftstellerhaus

 

 

“Im Zusammenspiel von vielen Kultureinrichtungen der Stadt eine Breitenwirkung entfalten” – Petra Bewer über ihr Engagement bei “Stuttgart liest ein Buch”

"Im Zusammenspiel von vielen Kultureinrichtungen der Stadt eine Breitenwirkung entfalten" - Petra Bewer über ihr Engagement bei "Stuttgart liest ein Buch"

Petra Bewer, Mitglied unserer Planungskommission und Organisatorin der Antiquaria in Ludwigsburg, über die Gründe, warum ihr ein Lesefestival wie Stuttgart liest wichtig ist:

““Stuttgart liest ein Buch“ – soll Lesen zu einem Gemeinschaftserlebnis machen und die Stadt zum Gedankenaustausch und zur Diskussion zusammenbringen.

“Stuttgart liest ein Buch“ – soll zeigen, wie kreative Literaturvermittlung im Zusammenspiel von möglichst vielen Kultureinrichtungen in der Stadt, Buch- und Literatur-Engagierten eine ungeahnte Breitenwirkung entfalten kann! “